Donnerstag, 7. Februar 2013

Arbeit Arbeit

Vier Arbeitstage sind vergangen und ich kann Anfangen zu berichten.
Täglich Frühstücke ich um halb 8, dann bis 12 Uhr aufs Feld. Von 12 bis 14 Uhr
gibt es Essen und danach Pause. Zwischen 14 und 17 Uhr wird
weitergearbeitet, gegen 19 Uhr wieder Essen und dann gehen wir aus
Erschöpfung meistens gegen 22 Uhr schlafen.
Jeden Tag gibt es drei Mahlzeiten, für die jeweils am Anfang der Woche
Verantwortliche festgelegt werden, gekocht wird Mittags und Abends was den
Köchen jeweils gefällt. Viel Reis und Nudeln, dazu hauptsächlich Gemüse aus
unserem Garten.
Am ersten Tag haben wir Bete hergerichtet, das heißt mit Spaten die Erde erst
einmal durchmischen und dann zu spitzen Haufen kehren. Das ist sehr
Anstrengend und wir brauchen auch mit 4 Personen für ein Feld wie auf den
Fotos etwa 4 Stunden. Dazu knallt entweder die Sonne oder es Regnet
(momentan ist hier das Ende der Regenzeit). Danach in die „Baumschule“ wo
wir Wiederaufforstung vorbereiten, das ist aber nebensächlich.
Dienstags wird die Ernte verkauft, dazu wird vormittags Geerntet und danach
fahren ein paar von uns los und bieten das Gemüse Restaurants an. Mit dem
verdienten Geld kaufen wir uns dann Lebensmittel. Alles was nicht verkauft
wurde essen wir selbst. Der Rest von uns der nicht mit verkaufen war, hat
wieder Bete präpariert.
Gestern wieder Bete herrichten und anfangen Sprösslinge einzupflanzen.
Gedüngt wird mit einen selbst gemischten Dünger aus Kuh/Huhn Abfall, Asche,
Zuckersirup und noch irgendwas; ist wohl sehr stark und effektiv. Nebenbei
habe ich noch überreifes Gemüse geerntet und es an die Hasen verfüttert. Die
werden wir demnächst verkaufen und von dem Geld Hühner kaufen.
Heute wieder viel eingepflanzt. Außerdem wird Heute wieder in unserem
selbstgebauten Ofen Brot gebacken. Außerdem ist heute wie Montags Putztag.
Neu eingeführt wurde, dass jeden Donnerstag (Heute) nach dem Putzen
gemeinsam Sport gemacht wird, statt zu arbeiten. Wahrscheinlich gibt’s ein
großes Fussball Turnier, mit den Freiwilligen, unseren „Vorarbeitern“ sowie
deren Kindern.
Habe wieder etwas Sonnenbrand und ganz viele Blasen an den Händen (wir
benutzen hier keine Handschuhe). Denke mal, dass ich mich an beides
gewöhnen werde.
Die Bilder zeigen einige der angelegten Bete, dazu mein Zimmer das ich mir
momentan mit Julian Teile, unser Wohnzimmer, die Küche sowie unsere riesige
Sammlung spanischer Raubkopien (gibt es hier häufig zu kaufen, z.B. Star Wars
1-6 auf einer DVD für 1$).
Dieses Wochenende fahre ich mit den meisten anderen Freiwilligen nach
Ambato, wo es einen großen Karneval gibt. Weiß noch nicht ganz was mich da
erwartet.
Das Wochenende darauf geh ich vermutlich nach Puerto Lopez und mache mit Julian
einen Tauchschein.
Soviel zu meiner Situation. Bin alle paar Tage mal im Internet Cafe in
Tabacundo und werde Neuigkeiten Schreiben.



nen Beet

unser Wohnzimmer
unser Hochleistungs-Ofen

Küche
Filmsammlung